GIN MASTERS 2021: CANAÏMA GIN MIT GOLDMEDAILLE AUSGEZEICHNET

Canaima Gin gewinn die Goldmedaille bei den Gin Masters 2021

Starker Wettbewerb, große Konkurrenz: Bei den internationalen Gin Masters 2021 konnte sich CanaĂŻma Gin erfolgreich gegen seine Mitstreiter durchsetzen. Das Ergebnis ist eine der begehrten Goldmedaillen — und das nur zwei Jahre nach Marktstart. Die Auszeichnung unterstreicht das starke Engagement fĂŒr soziale und ökologische Werte, darunter die Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften sowie die Teilnahme an einem fortschrittlichen Programm zur Aufforstung. Vor allem aber steht die Goldmedaille fĂŒr den QualitĂ€tsanspruch dieses einzigartigen Gins aus dem Amazonasgebiet, der mit regionalen Botanicals kreiert wird.

Der besondere Erfolg und das Niveau der diesjĂ€hrigen Gin Masters zeigt sich unter anderem an den hohen Teilnehmerzahlen. Mit insgesamt 472 Einreichungen aus 233 verschiedenen Unternehmen hat sich die GrĂ¶ĂŸe des Wettbewerbs im Vergleich zum Jahr 2019 sogar verdoppelt. CanaĂŻma Gin wurde in der Kategorie „Ultra Premium Gin“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Die Herstellung von CanaĂŻma Gin ist ein komplexer Prozess, der viel FeingefĂŒhl verlangt. Jedes Botanical wird individuell bearbeitet, mazeriert und destilliert. „Die Goldmedaille steht stellvertretend fĂŒr die Hingabe unseres CanaĂŻma Teams — gemeinsam haben wir ein einzigartiges Destillat geschaffen. Um das gewĂŒnschte Profil und den unverwechselbaren Geschmack zu erreichen, muss jedes Botanical Ă€ußerst sorgfĂ€ltig behandelt werden. Genau das macht unseren Gin aus“, erklĂ€rt Mariana CalderĂłn, Master Distillerin. Die Zutaten werden auf nachhaltige Weise in Zusammenarbeit mit den EingeborenenstĂ€mmen und im Einklang mit dem natĂŒrlichen Rhythmus des Amazonas gepflĂŒckt.

Auch der internationale Mixologe Simone Caporale, der an der Entstehung des Gins beteiligt war, freut sich ĂŒber die prestigetrĂ€chtige Auszeichnung: „Mit CanaĂŻma wollten wir nicht einfach nur einen neuen Gin herstellen; wir suchten nach einem Projekt mit Sinn. Das Ziel: dem Amazonas und seinen EingeborenenstĂ€mmen zu helfen. Dank der Expertise von DUSA sowie unserer gemeinsamen Leidenschaft fĂŒr den Amazonas können wir nun ein exzellentes Produkt anbieten und unterstĂŒtzen gleichzeitig die lokalen Gemeinschaften der Region.“ Mit CanaĂŻma Gin haben die Destillerie und das gesamte Team eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben.

Alle Infos zur Marke findest du auf unserer Produktseite.

Mut zum Wermut/Absinth!

Wermutkraut als Strauß mit Rahmen

Allllllsooo, unser Thema Heuuuuuteeeee

“Wer hat den Mut?” Bzw. den Wermut?

Um genau zu sein dreht sich mein heutiger Eintrag um “Artemisia absinthum”. Der Wermut, gehört botanisch zur Familie der “Asteraceae” – den KorbblĂŒtlern. Die meisten von euch assoziieren Absinth sicherlich mit Artemisia, dem typischen Wermut-Kraut.

Das stimmt aber nicht so ganz. Dieses silbrig schimmernde Kraut schmeckt eher leicht nach Menthol und etwas bitter. Vermehrt finden wir es daher in Weinen oder Likören. Absinth jedoch verdankt ihm seinen Ruf.

Den Namen verdankt es “Carl von LinnĂ©”, dem Urvater der “Taxonomie” (die Einordnung nach Kategorien und Klassen), der 1753 dessen lateinischen Namen prĂ€gte.

Absinth als Kraut war schon lĂ€nger im Wermut gebrĂ€uchlich, fand aber erst spĂ€ter seinen Weg auf diverse Werbeplakate als GetrĂ€nk. Die Verwendung als Medizin lĂ€sst sich 3.500 Jahre bis zu den alten Ägyptern zurĂŒckverfolgen. Hier wird im “Papyrus Ebers” zum Genuss von Wermut-Kraut bei Verdauungsstörungen oder FadenwĂŒrmern geraten.

Auch die traditionelle Chinesische Medizin rĂ€t hier ebenfalls zu Beigabe von Wermut. Letztlich vielleicht auch nur zur Aromatisierung oder Schönung von Tee, derbem Wein und Spirituosen. So wurde er, wie viele andere Heilmittel auch, ĂŒber die Jahrhunderte zum reinen Genussmittel. Und sogar Bierbrauer nutzten es als antibakteriellen Bitterstoff .

“Artemisia absinthium” ist wohl die bekannteste Unterart der “Edelrauten”. Vielleicht kennt jemand von euch den Likör “GĂšnĂšpi”? Dieser ist geschmacklich am nĂ€chsten am Original-Kraut anzusiedeln. Generell stehen aber diverse Edelrauten unter Naturschutz.

Die viel beschriebenen “Nebenwirkungen” des Absinth sind ehrlich gesagt Blödsinn! Glaubt mir, Ich habe alles empirisch getestet. 😉 Sogenannte “Thujone”, die ja am Ende zu Halluzinationen und/oder Ohrverlusten fĂŒhren sollen, sind in viel zu geringer Menge enthalten. Aus meiner Erfahrung ist es eher der nicht zu verachtende Alkoholgehalt von 70-80 Vol. %, der euch hier an eurem Verstand zweifeln lĂ€sst. Dann könntet ihr lieber Salbei naschen. Aber diesen Tipp habt ihr offiziell nicht von mir. 🙂

Nicht vergessen möchte ich hier aber die “GrĂŒne Fee”

Selbst wenn ihr keinen Absinth mögt, solltet ihr Sie einmal tanzen lassen.

Ihr braucht dazu:

4-5 cl Absinth (ruhig ĂŒber 50 Vol. %)
1 Stk. WĂŒrfelzucker
einen Absinthlöffel
1 stabiles Glas
und etwas Eiswasser

Den durchlöcherten Löffel ĂŒber das Glas legen, und den mit Absinth getrĂ€nkten ZuckerwĂŒrfel darauf positionieren. Nun den ZuckerwĂŒrfel anzĂŒnden, um ein Karamellisieren zu generieren. Mit dem Eiswasser kann nun zwischendurch der Löffel ĂŒbergossen werden.

Dieses Procedere erzeugt den sogenannten “Louche Effekt”. Durch das Eiswasser werden die im Alkohol recht instabilen Ă€therischen Öle gelöst. Nun tanzt die milchig-grĂŒne Fee fĂŒr euch im Glase. Nehmt euch Zeit fĂŒr diese Ritual! Es lohnt sich, den verschiedensten Duft- und Geschmacks-MolekĂŒlen, bei steigender VerdĂŒnnung, ihre Chance zur Entfaltung zu geben.

Riecht und trinkt in moderater Geschwindigkeit. Ihr werdet begeistert ob der Aromenvielfalt sein. Achtet nur darauf, dass euer Glas kĂŒhl bleibt und passt auf die Ohren auf….aber das hatten wir ja schon. Hahahaha!!

Die KrĂ€uterfans unter euch sollten hier tatsĂ€chlich ĂŒber den Eigenanbau nachdenken. Die Pflanze ist bis zu -29° Winterhart und braucht wenig Pflege. Normales Erdreich genĂŒgt ihr. Schneidet sie ab und zu ein wenig zurĂŒck, so bekommt sie ein dichteres Blattwerk, sowie einen schöneren Wuchs.

Falls ihr zu eurem GĂ€rtner des Vertrauens kommt, nutzt ruhig folgende lateinische Namen.

Selten wird hier nach Wermut gefragt.

z.B. nach:

– Artemisia genepi, oder die Ă€hrige/schwarze Edelraute
– Artemisia glacialis, oder die Gletscher Edelraute
– Artemisia pontica, oder der pontischer Beifuß
– Artemisia campestris, oder der Feld Beifuß
– Artemisia rupestris, oder der Felsen Beifuß
– Artemisia absinthium oder das Wermut-Kraut
– Artemisia umbellifornis oder die echte Edelraute

alle diese eignen sich zur Verwendung und Beigabe zu Likören oder GewĂŒrzweinen wie unserem “La Quintinye” Vermouth Royal, Blanc oder Extra Dry.

Hier werden nicht nur fruchtige Grundweine wie der “Pineau de Charentes” verwendet, sondern auch charaktervolle Weine aus dem SĂŒdwesten Frankreichs finden hier mit weiteren 11 KrĂ€utern Verwendung.

Damit habt ihr eine unglaubliche Vielfalt an Aromen und GeschmĂ€ckern zur VerfĂŒgung, um euch hier dann klassische ApĂ©ritife und ausgewogene Klassiker zu mixen.

In diesem Sinne wĂŒnsche ich euch alles Gute und einen wunderbaren Sommer

Bleibt neugierig.

Auf bald, euer Peet

Enso gewinnt bei der London Spirits Competition 2021

Enso Japanese Blended Whisky hat eine Goldmedaille bei der 4ten London Spirits Competition (LSC) gewonnen, die am 17. MĂ€rz 2021 in London stattgefunden hat. Dabei punktete Enso in den drei Beurteilungsaspekten QualitĂ€t, Wert und Verpackung und wurde zudem mit der Auszeichnung “Best in Show – by country category” prĂ€miert.

Die London Spirits Competition hebt sich von anderen Spirituosenwettbewerben dadurch ab, dass Spirituosen fĂŒr ihre Trinkbarkeit ausgezeichnet werden. WĂ€hrend sich andere Wettbewerbe oft ausschließlich auf die technische Kompetenz und die DestillierfĂ€higkeit konzentrieren, geht der Londoner Spirituosen-Wettbewerb weiter und bewertet eine Spirituose fĂŒr ihre „Allround-Exzellenz“ – in Bezug auf Geschmack, Aussehen und den Wert, den sie bietet.

Die Jury wurde aus fĂŒhrenden Fachleuten der Spirituosenbranche mit direkter kommerzieller Einkaufsverantwortung zusammengestellt. Diese bewerten die Produkte dann auf einer 100-Punkte-Skala in den 3 Beurteilungskriterien. Ab 90 Punkten gibt es dann eine Goldmedaille.

Unser Enso Japanese Blended Whisky konnte hierbei stolze 93 Punkte erreichen.

Weitere Infos zu Enso Whisky findest du auf der Produktseite.

Distilled Consciously

Botucal Nachhaltigkeit

Ron Botucal setzt mit dem Launch der Nachhaltigkeitsplattform “Distilled Consciously“ (deutsch “Verantwortungsbewusst destilliert”) einen Teil des Plans zur sozialen Unternehmensverantwortung in die Tat um und setzt sich damit das Ziel, die eigenen BemĂŒhungen mit den Zielen fĂŒr nachhaltige Entwicklung der UN (auf Englisch United Nations Sustainable Development Goals oder SDGs) abzugleichen. Dieser Plan untermauert das anhaltende Engagement der Marke fĂŒr eine verantwortungsvolle Produktion, umweltfreundliches Verhalten und soziale UnterstĂŒtzung sowohl fĂŒr die Mitarbeiter als auch fĂŒr die örtliche Gemeinschaft.

FĂŒr Botucal haben die verantwortungsvolle Produktion, das Umweltbewusstsein und die soziale FĂŒrsorge schon seit der GrĂŒndung eine wichtige Rolle gespielt. Alle Mitarbeiter engagieren sich seitdem fortlaufend hierfĂŒr, und die Prinzipien sind untrennbar mit der Unternehmensphilosophie und den Werten verbunden.

Die neue “Distilled Consciously” Platform markiert einen weiteren Schritt vorwĂ€rts in Botucals Nachhaltigkeitsengagement. Sie erweitert die Null-Abfall-Strategie bei der Produktion um die Bereitschaft, gemeinsam mit den Partnern, VertriebshĂ€ndlern und Konsumenten rund um die Welt gegen Lebensmittelverschwendung anzukĂ€mpfen. Die Marke wird zu diesem Zweck spezifische Aktionen vor Ort entwickeln, um die Gemeinde zum heiklen Thema Kampf gegen NahrungsmittelabfĂ€lle zu sensibilisieren, das die ganze Welt betrifft.

 

DER KAMPF GEGEN NAHRUNGSMITTELABFÄLLE

 

Mit dem Ziel, die Partner, VertriebshĂ€ndler und Konsumenten aktiv in diese Initiativen einzubinden, wird Botucal sein Nachhaltigkeitsengagement vertiefen und sich in den ZielgruppenlĂ€ndern fĂŒr den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen. Mithilfe von Kollaborationen mit NGOs und sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzenden Organisationen wird sich die Marke darum bemĂŒhen, ĂŒber das Thema aufzuklĂ€ren – mehrheitlich durch das Abhalten von Trainingworkshops und Lebensmittelsammlungen in den kommenden Jahren.

“Wir wollen in unserem Nachhaltigkeitsengagement einen Schritt weiter gehen und fĂŒr den Zweck der BekĂ€mpfung von Lebensmittelverschwendung mit unseren Handelspartnern eng zusammenarbeiten. Das Thema liegt uns am Herzen und ist auch fĂŒr die Gesellschaft im Allgemeinen sehr brisant. Dies ist eine tolle Möglichkeit, unsere Null-Abfall-Strategie bei der Produktion um Projekte zu erweitern, die das Leben von Menschen auf der ganzen Welt positiv beeinflussen werden.” So Jose Ballesteros, Vorstandsvorsitzender von Botucal.

ZusĂ€tzlich wird die Marke weiterhin ihr auf drei Hauptmaßnahmen basierendes Nachhaltigkeitsengagement in die Tat umsetzen: Prozesse optimieren, die Umwelt schĂŒtzen, und die mit uns verbundenen Menschen respektieren. Jede dieser Maßnahmen wird in Übereinstimmung mit den Indikatoren der UN Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung erfolgen, deren Frist die Agenda 2030 ist.

 

PROZESSOPTIMIERUNG

 

Botucal engagiert sich aktiv fĂŒr die Aufbereitung und die Konservierung von Wasser wĂ€hrend des gesamten Produktionsprozesses. In den letzten sechs Jahren haben wir es geschafft, den Wasserverbrauch um 50% zu reduzieren.

ZusĂ€tzlich hat die Destillerie ein umfangreiches FlĂŒssigabfallentsorgungsverfahren umgesetzt, das die anfallende Vinasse in ein DĂŒngemittel fĂŒr mehr als 1.000 ha Zuckerrohr verwandelt. Dieser DĂŒnger wird an mehr als 30 Familien der Region ausgehĂ€ndigt, um damit deren Ernten zu fördern.

Und zu guter Letzt verfĂŒgt die Brennerei ĂŒber ihre eigene Energie-WĂ€rme-Kopplungsanlage, die pro Jahr bis zu 80% des Energiebedarfs deckt. Dieses System ermöglicht eine noch deutlichere Reduktion der CO2-Emissionen im Vergleich zu konventionellen Methoden, da pro Energieeinheit weniger Abgase freigesetzt werden.

 

UMWELTSCHUTZ

 

Botucal war schon immer ein Pionier im Hinblick auf sein Umweltengagement. So waren wir 2009 die einzige Destillerie in Venezuela, die eine ISO 14001 Zertifizierung erhielt. Die Marke hat des Weiteren diverse Aktionen in Gang gesetzt, um ihr Engagement in diesem Bereich noch zu verstĂ€rken, darunter unter anderem Umwelt-Trainingsworkshops fĂŒr Mitarbeiter und die örtliche Gemeinschaft, Wiederaufforstungsprogramme und Strandreinigungsinitiativen, um nur einige zu erwĂ€hnen.

Fast 16.000 einheimische BĂ€ume wurden seit dem Start dieser Initiativen gepflanzt. Ebenso hat die Marke das letzte Jahrzehnt hinweg Hand in Hand mit der NGO Fundacaña Nachforschungen zu vorbildlichen Verfahren bei der Zuckerrohrkultivierung unterstĂŒtzt.

 

WIR KÜMMERN UNS UM UNSERE MENSCHEN

 

Einer der Werte, die Botucal von der Masse abheben, ist das Bestreben der Firma, die fĂŒr sie arbeitenden Menschen zu unterstĂŒtzen und sie zu versorgen. Diese familiĂ€ren Werte haben zu starken Bindungen mit unseren Mitarbeitern und deren Familien sowie mit der örtlichen Gemeinschaft gefĂŒhrt. Faire GehĂ€lter, NahrungsmittelhilfebeitrĂ€ge, UnterstĂŒtzung von Schulen und sportlichen Projekten und vor allem ein starkes Investment in Gesundheitsprogramme und kostenlose medizinische Versorgung sind einige unserer Errungenschaften in den letzten Jahren.

Die Marke setzt sich nun auch fĂŒr die Geschlechtergleichstellung ein, indem sie mehr Frauen denn je zuvor in die Destillerie und in die FĂŒhrungsebene sowie in Entscheidungspositionen integriert. Sie wird weiterhin die Chancengleichheit unter dem Personal fördern.

 

CanaĂŻma Gin – „Born in the Amazon“

Canaima Gin Flasche mit Drink und Accessoires auf einem Korb im Dschungel

Unser Thema Heuuuuuteeeee:

CanaĂŻma Gin – “BORN IN THE AMAZON”

Dies ist prinzipiell und rein technisch ein “Small Batch Destilled Gin” mit 47% Vol. Alkohol. Seine Basis ist ein Getreide-Neutral-Alkohol aus unserer DUSA Destillerie in Venezuela.

Na und?… könntet ihr jetzt fragen. Was macht unseren CanaĂŻma so besonders?

Um euch diese Frage zu beantworten muss ich etwas tiefer in den hochgradig schĂŒtzenswerten Amazonas-Regenwald eintauchen: Hier am Fuße der Anden, im SĂŒden Venezuelas, wachsen die fĂŒr CanaĂŻma benötigten tropischen FrĂŒchte und Botanicals/KrĂ€uter.

Insgesamt werden 19 verschiedene Zutaten fĂŒr CanaĂŻma Gin benötigt. Sie werden von unseren Partnern, den “Waraos” und den indigenen StĂ€mmen der “TUCANO”- und “ARAWAK”-Familien sowie deren Mitgliedern tatsĂ€chlich per Hand gepflĂŒckt!

Dieser Aufwand wird bewusst betrieben, um diesen Familien zum Beispiel eine Einkommensquelle, schulische Bildung, medizinische Versorgung und ein Mitspracherecht beim Umweltschutz zu geben. Auch ist diese Arbeit nicht mit Almosen gleichzusetzen, sondern der Notwendigkeit geschuldet, dass unsere FrĂŒchte nun mal in der Natur an den BĂ€umen (und nicht auf Plantagen) wachsen.

Im Verbund mit der “TIERRA VIVA FOUNDATION” haben sich unsere NGOÂŽs verpflichtet, sich um den Schutz und die Wiederaufforstung des Regenwaldes, sowie den Erhalt der tief verwurzelten Kultur, zu kĂŒmmern. 10% der Verkaufserlöse von CanaĂŻma fließen direkt in diese Projekte. Hiervon profitierten in den letzten Jahren mehr als 50.000 Angehörige der hier lebenden Volksgruppen – einfach top!

Seid oder werdet gerne selbst ein Teil dieser Bewegung. Ein Baum im Regenwald kann euren Namen tragen und Ihr könnt ihm sogar beim Wachsen zusehen. Mit geostationĂ€ren Daten ĂŒber www.savingtheamazon.org seid ihr quasi Live und in Farbe immer dabei! Schaut mal auf der Website vorbei. 😉

Aber nun zurĂŒck zum eigentlichen Gin: Viele der verwendeten FrĂŒchte kommen direkt aus dem nahegelegenen tropischen Urwald. Sie finden seit Generationen Verwendung in der einheimischen Naturmedizin:

 

1. die “Merey“ oder anders die “Cashew Frucht”


Merey

Der Saft schmeckt extrem sauer, leicht sĂŒĂŸlich bis fruchtig. Aus ihr wird hĂ€ufig auch Gelee oder KonfitĂŒre hergestellt. Doch auch die trocken und ungewöhnlich schmeckenden BlĂ€tter und Zweige werden genutzt. Sie werden gegen FĂ€ulnis und Terminten eingesetzt. Aber die uns bekannte Nuss findet hierbei keine Verwendung.

2. die “Açai” oder “Manaca”


Acai

Der Saft dieser Frucht wird mit Blut assoziiert und den “Kranken” bei Blutarmut gegeben. Ein wichtiger Teil dieser rituellen Behandlung ist etwa 3 Std. zu warten, bis der Saft das Blut erreicht hat. Er schmeckt ĂŒbrigens köstlich, weich und fruchtig. Ich liebe ihn auch wenn ich nicht krank bin – auch mit Rum zusammen. So rein prophylaktisch, quasi. 🙂

Auch die getrockneten BlĂ€tter dieser Palmenart werden fĂŒr den Hausbau verwendet.

3. die “Cocuro” oder anders “Uva Caimarona”, “Puruma” oder “Cucura” – auch “Amazonas Weintraube” genannt.


Coruro

Es handelt sich um eine fleischige Steinfrucht, die unreif geerntet wird, um SchĂ€den der FĂ€ulnis zu vermeiden. Sie hat ca. 3 cm Durchmesser und nimmt bei optimalem Reifegrad eine violette FĂ€rbung an. Ihr weißes Fleisch schmeckt saftig, fruchtig und sĂŒĂŸ und umgibt den einzigen Samenkern.

Interessant sind auch die BlÀtter der Pflanze. Sie werden gegen Kopfschmerzen und Unwohlsein einfach gekaut. Diese werden aber nicht im Gin verarbeitet.

4. die “Uva de Palma Moriche, die “Liebesfrucht”


Moriche

Die “Moriche” oder “Aguaje”-Traube ist eine Frucht mit bitter sĂŒĂŸem Geschmack und weinfarbenem, schuppigem Aussehen Ähnlich einer Schlangenhaut und einem intensiv dunkelgelben Fruchtfleisch.

Die Eingeborenen erklimmen die Palme und lassen dann vorsichtig die FrĂŒchte, um sie nicht zu schĂ€digen, an kleinen Seilen zu Boden sinken. In Peru soll der Verzehr die Frauen schöner machen!!! Sagt das bloß nicht zu laut. 🙂

FĂŒr den Stamm der “Yecuamas” im venezolanischen Teil des Regenwaldes verleiht der Verzehr StĂ€rke und Manneskraft! Oha!! Auch die Asche der BlĂ€tter soll Tatkraft, Zuversicht und Willen stĂ€rken.

5. die “Parchita” oder auch “gelbe Passionsfrucht” genannt


Parchita

Diese “Passionsfrucht” ist eine runde, mittelgroße Frucht und schmeckt sehr aromatisch bis bitter-sĂŒĂŸ. Die gelbe Passionsfrucht gilt als endemische Frucht des Amazonas (die ursprĂŒngliche Frucht wuchs dort. Zu den bei uns bekannten Variationen kam es, als sie sich in andere Gebiete ausbreitete. Sie werden bei voller Reife geerntet, verzehrt oder auch zu Gelee verarbeitet.

6. die “Pijiguao”


Pijiguao

Auch diese Palmfrucht wird vollreif geerntet und vorsichtig in Körben zu Boden gelassen. Sie schmeckt frisch verzehrt herb-sĂŒĂŸlich und wird ebenfalls zu Marmeladen und Gelees verarbeitet.

Interessanterweise wird sie auch getrocknet und zu einer Art Mehl gemacht. Dies ist dann recht lange haltbar.

7. die “PonsiguĂ©”, auch “Indische Jujube” oder “Inca Pflaume” genannt


Ponsingue

Sie ist eine 1,5 bis 6,2 cm lange, runde Frucht mit gelblichem (bei hoher Reife rot) und weißem, saftigem Fruchtfleisch mit mildem und aromatischem Geschmack. Die FrĂŒchte werden vom Baum gepflĂŒckt, wenn sie voll ausgereift sind. Diese Frucht ist bekannt als “die Frucht, die den Schmerz beseitigt”.

Ihr hoher Gehalt an Antioxidantien und Kalium stÀrkt das Immunsystem und beruhigt das Nervensystem.

8. die “TĂčpiro”


Tupiro

Die FrĂŒchte werden vom Baum gepflĂŒckt, wenn sie voll ausgereift sind. Sie schmeckt leicht sĂŒĂŸlich und lecker. Aus ihr werden SĂ€fte, Nektare, Marmeladen, SĂŒĂŸigkeiten und Kompott hergestellt.

Ihr werden positive ernĂ€hrungsphysiologische Eigenschaften nachgesagt. Einige Studien haben gezeigt, dass der regelmĂ€ĂŸige Verzehr ihres Saftes den Cholesterinspiegel senkt und antioxidativ wirkt.

9. die “Seje”


Seje

Sie ist eine kleine, schwarz-violette Frucht mit öligem Fruchtfleisch, die an einer großen Palme wĂ€chst und bis zu 25m hoch werden kann.

Bei voller Reife platzen die Cluster auf und die Beeren fallen zu Boden. Erst hier werden sie dann aufgesammelt.

Aus ihr wird ein hochwertiges Öl extrahiert, das als “Amazonas-Olivenöl” bekannt ist. Jede Palme produziert zwischen 3 und 4 FruchtbĂŒschel und jedes BĂŒschel hat mehr als Tausend FrĂŒchte. Das Öl aus dieser Frucht wurde zur Behandlung von Husten verwendet.

Die Frucht wird von den Einheimischen zur Zubereitung von GetrĂ€nken genutzt. Die frische Knospe allerdings wird auch zur Herstellung von “Arepas” (Maisfladen) verwendet.

Die Palme wird verwendet, um temporĂ€re Churuatas, typische GemeinschaftsunterkĂŒnfte einiger indigener Ethnien, zu errichten.

10. die “CopoazĂș” oder auch “weißer Kakao“ genannt


Copoazu

Sie stammt botanisch aus der gleichen Familie wie Kakao.

Es ist eine recht große Frucht mit einem bitter-sĂŒĂŸem Geschmack – ungefĂ€hr so groß wie eine Melone mit einer harten Schale, Ă€hnlich einer Kokosnuss.

Sein Baum kann bis zu 20m hoch werden. Die Ernte erfolgt zwei- bis dreimal pro Woche, wobei die reifen FrĂŒchte nach dem Abfallen von der Pflanze gesammelt werden. Das Fruchtfleisch wird fĂŒr SĂ€fte und Marmeladen verwendet. Der Samen wird zur Herstellung von Schokolade verwendet.

Diese Frucht ist reich an Vitamin C und Pektin, die dem Körper helfen, im Körper gespeicherte Giftstoffe auszuscheiden.

11. die “Semeruco” oder auch „Acerola“


Semeruco

Sie wird direkt in der Umgebung der Destillerie gefunden und stammt aus der Provinz Lara in Venezuela.

Es ist eine intensiv rote Frucht mit einem bittersĂŒĂŸem Geschmack.

Der Semeruco wird nachgesagt, dass sie hundertmal mehr Vitamin C als eine Orange enthĂ€lt. Die FrĂŒchte werden vom Baum gepflĂŒckt, wenn sie voll ausgereift sind. Diese Frucht gilt als hervorragendes Antioxidans und StĂ€rkungsmittel fĂŒr das Immunsystem.

Ihr Verzehr hilft prophylaktisch auch bei ErkĂ€ltungen, HalsentzĂŒndungen und Lebererkrankungen.

 

All die hier aufgefĂŒhrten FrĂŒchte werden hĂ€ndisch geerntet oder gesammelt. Dies ist ein essenzieller Beitrag zum Umweltschutz. Zugleich garantiert es den ansĂ€ssigen Familien wie zu Beginn erwĂ€hnt ein geregeltes Einkommen, ohne das Gleichgewicht der Natur zu zerstören. Das ist der Sinn und Zweck der “TIERRA VIVA FOUNDATION”

SelbstverstĂ€ndlich sollte man aber bei einem Gin auch nicht auf die “klassischen” Botanicals verzichten.

Diese Sind:

1. die Wacholderfrucht

2. der Koriander

3. die Angelika-Wurzel

4. der KĂŒmmel

5. die Schalen von Bitter-Orangen

6. die Schalen von sĂŒĂŸen Orangen

7. die Schalen von roten Grapefruits

8. die Schalen von weißen Grapefruits

Ich denke, diese bekannten Ă€therischen Öle und KrĂ€uter muss ich hier an dieser Stelle nicht noch einmal ausfĂŒhrlich behandeln. Dies habe ich schon ausfĂŒhrlich in meinen vorangegangenen Blogs getan. Stöbert hier gerne noch einmal durch.

All diese wunderbaren Zutaten kommen jetzt nicht einfach wie bei den meisten Gin-Arten in einen Topf. Nein, Sie werden einzeln “mazeriert” – das heißt im “Kaltauszug” zwischen 2 und 7 Tage ausgelaugt. Dann wird direkt in einer kleinen 500 L Kupfer-Dampf-Brennblase EINMAL destilliert. So ergeben sich kleinere Chargen Small-Batch Gin mit den gewĂŒnschten, charakteristischen Aromenprofilen der jeweiligen Botanicals.

Diese Einzeldestillate werden jetzt erst durch unsere Master Distillerin Mariana Calderon auf ein StÀrke von 60% Vol. ein zweites Mal destilliert. Es erlaubt uns hier eine sehr dezidierte und sorgfÀltige Ausarbeitung des Aromen- und Geschmacks-Profils des fertigen Gins. Erst nach weiteren 24 Stunden Ruhezeit erfolgt hier der finale Schritt mit der Einstellung des Alkoholgrades mit demineralisiertem Wasser auf die finale TrinkstÀrke von 47% Vol.

Ich hoffe spÀtestens jetzt ist vielen von euch klar geworden, wie viel Arbeit, Herzblut und vor allem auch technischer Sachverstand hinter Canaïma Gin steckt.

Und ich habe noch nicht einmal alle wichtigen ökologischen Vorteile hier aufgelistet. Auch in der Flasche, im Korken, in den Merchandise-Artikeln steckt der Gedanke an Naturschutz und Nachhaltigkeit zu jeder Zeit mit drin.

Das könnt ihr aber dann hoffentlich bald wieder bei einer meiner Gastschichten und Gin-Masterclasses in Deutschland live und in Farbe mit allen Sinnen erfahren.

In diesem Sinne: bleibt neugierig und probiert diesen einzigartigen Gin unbedingt mal aus, sofern ihr das noch nicht getan habt.

Euer Peet SchĂŒtte

“The Tropical Treasure” – der neue Remedy Pineapple

Remedy Pineapple Flasche mit einer tropischen Ananas daneben in einer Barumgebung

Das Leben bietet viele SchĂ€tze, die entdeckt werden wollen. Wer wĂŒsste das besser als der Alchemist Frank M. Farrington? Dieser legendĂ€re Apotheker, der im Sinne des Genusses immer wieder mit diversen Zutaten experimentierte, um verheißungsvolle Rezepte zu entwickeln. So versĂŒĂŸte er mit seinen geheimen Remedy-Mixturen, dem „Elixir“ und dem „Spiced Rum“, einst schon ganz New York die Prohibition. Am vermutlich heißesten Tag des Jahres 1923 möchte sich Farrington selbst etwas gönnen. Darum fĂŒhrt ihn sein Weg von der eigenen Ladentheke zu seinem liebsten ObsthĂ€ndler. Dort erspĂ€ht er eine exotische „Tropenkönigin“, wie die Ananas auch genannt wird, die ihn zu seinem nĂ€chsten Geniestreich inspiriert: den Remedy Pineapple.

Ins heimische Labor zurĂŒckgekehrt, tĂŒftelt Farrington mit der luxuriösen SĂŒdfrucht herum. Er prĂ€pariert sie prĂ€zise, schneidet ihr saftiges Fruchtfleisch und erhitzt es, bis daraus ein gehaltvoller Sud entsteht. Mehrere FiltervorgĂ€nge spĂ€ter hĂ€lt der medizinisch bewanderte Gourmet sein Wunschergebnis in den HĂ€nden: eine Essenz aus frischer, herrlich-sĂŒĂŸer Ananas. Wie geschaffen fĂŒr einen milden Blended Rum, den er schon lĂ€nger in seinem Apothekerschrank lagert. Die Essenz vermĂ€hlte er gekonnt mit dem Rum, welcher aus Trinidad & Tobago, Barbados und der Dominikanischen Republik stammt.

Ein erster Geschmackstest im Selbstversuch zeigte – diese aromatisch-wĂŒrzige Kombination ist flĂŒssiges Gold. Und die perfekte Kreation fĂŒr sommerliche Drinks. Ob pur, auf Eis, als Zutat fĂŒr den Signature-Drink „Tropical Remedy”, bestehend aus Remedy Pineapple, Limettensaft, Mangosaft und etwas Minze oder verschiedenste Cocktail-Klassiker, die einen sĂŒĂŸen Twist vertragen können. Dank der Wiederentdeckung des Remedy Pineapple können alle Rum-Fans selbst probieren und experimentieren. Der Blended Rum mit raffinierter Ananas-Note ist auch endlich hierzulande verfĂŒgbar. Die unverbindliche Preisempfehlung fĂŒr die 0,7 l-Flasche im unverwechselbaren Design betrĂ€gt 19,99 €.

Alle Infos zu Remedy Rum und zum gesamten Portfolio gibt es auf der Produktseite.

Wenig Alkohol – viel Geschmack: Hayman’s Small Gin

Hayman's Small Gin mit Drink und Minze und Limetten

100% Geschmack, 80% weniger Alkohol

Alle Jahre wieder gibt es am Silvester-Abend die schöne Tradition sich fĂŒr das kommende Jahr neue VorsĂ€tze zu ĂŒberlegen. Oben auf der Liste stehen hĂ€ufig: Mehr Sport machen, gesĂŒnder ernĂ€hren und damit verbunden auch „weniger Alkohol trinken“.

Alle diese VorsĂ€tze sind absolut nachvollziehbar und erstrebenswert, und
 kaum machbar
 Nun ist der Februar aber schon fast rum und man kann die VorsĂ€tze so langsam vergessen. Um nun aber nicht gleich wieder von 0 auf 100 zu starten, gibt es ein wundervolles Produkt aus dem Hause Hayman’s.

Den wundervollen Small Gin.

Ja, es ist eine kleine Flasche und der Alkoholgehalt ist vom normalen Hayman’s Gin kaum zu unterscheiden, was soll das Ganze also?

Man benutzt von diesem Gin fĂŒr Cocktails und Longdrinks nur einen Bruchteil, den man normalerweise an Gin benutzen wĂŒrde. Und doch schmeckt es fast wie ein ganz normaler, klassischer Gin in einem Gin Tonic, es fehlt jedoch natĂŒrlich die alkoholische Note.

Laut Gesetz muss ein Gin mindestens 37,5Vol.% Alkohol enthalten, um sich Gin nennen zu dĂŒrfen. (Aus diesem Grund gibt es auch keinen alkoholfreien Gin, da dieses schlichtweg per Definition nicht möglich ist.) Durch die Mazeration einer deutlich höheren Menge an Botanicals beim „Small Gin“, erstellt man eine Art Essenz, die vor allem zum Mixen geeignet ist. FĂŒr einen klassischen G&T reichen dadurch genau 1cl aus, anstelle von 4-5cl (Ÿ der ĂŒblichen Alkoholmenge also eingespart).

Gehen wir von einem normalen G&T aus, fĂŒllen wir die 4cl klassischen Gins mit 150ml (15cl) Tonic Water auf. EiswĂŒrfel lassen wir nur fĂŒr die Rechnung einmal weg (Ansonsten macht ihr das Glas bitte VOLL mit Eis!)

Beim Small Gin kommen wir durch das Benutzen von 1cl Small Gin (3,44g reinen Alkohols) auf einen Alkoholgehalt von 2,69 Vol.% und sind damit sogar ein gutes StĂŒck unter einem klassischen Bier (ca. 5%). Wissenschaftliche Studien haben eine Obergrenze fĂŒr risikoarmen Genuss festgelegt. Diese Obergrenze liegt bei Frauen bei 12g und bei MĂ€nnern bei 24g reinen Alkohols pro Tag, wodurch man 2 Small G&T unbedenklich genießen kann. Schöner Nebeneffekt: dadurch, dass Alkohol fast doppelt so viel Kalorien wie die gleiche Menge an Zucker hat, spart man auch hier eine Menge ein. 🙂

Auch in Cocktails kann man mit dem Hayman’s Small Gin Alkohol einsparen. Der folgende Cocktail ist nicht nur unfassbar lecker, sondern hat auch nur 5,16 Vol.% Alkohol

Bee’s Ankles

1,5cl Haymans Small Gin (3 FingerhĂŒte voll)
3 cl Runny Honey (40/60 Honig und Wasser)
3cl frischer Zitronensaft
2cl frischer Orangensaft

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Shaker geben und krĂ€ftig auf EiswĂŒrfeln ca. 15 Sekunden lang shaken. Anschließend doppelt* in eine vorgekĂŒhlte Cocktailschale abseihen und mit einer Zitronenzeste garnieren.

*verwenden von Strainer und Feinsieb um auch kleine Eispartikel aus dem Cocktail zu entfernen.

Bees Knees (klassisch)

6cl Hayman’s Gin
1,5cl Runny Honey
2cl Zitronensaft

Auch alle anderen Gin Cocktails lassen sich wunderbar mit dem Small Gin machen. Probiert es doch gleich mal aus.

Bleibt gesund,
Euer Daniel

 

Der Kakao/Cocoa und sein Ursprung

Kakaofrucht, Kakobohne und gemahlener Kakao mit Zubehör auf einem Tisch

Allllllsooo, unser Thema Heuuuuuteeeee: Der Kakao/Cacao, oder anders Baum, also Kakao-Baum. Lateinisch “Theobroma cacao”. Er gehört botanisch zu den MalvengewĂ€chsen, den “Malvaceae”.

Er wurde wohl erstmal von den Olmeken, dann spĂ€ter den Maya und Azteken in Mittelamerika ernsthaft kultiviert. Diese echt sonderbare Frucht wĂ€chst quasi parasitĂ€r an tropischen WirtsbĂ€umen in den feucht-warmen Äquator Regionen. Ihr Verbreitungsgebiet ist dennoch auf ca. 10 Breitengrade nördlich und sĂŒdlich dieser Linie begrenzt. Aus nur etwa 50 von ca. 10.000 seiner BlĂŒten entsteht durch die Befruchtung einer Fliegenart, sowie einer speziellen indigenen Ameise, letztlich die Frucht.

Sie hat etwa die GrĂ¶ĂŸe einer Honigmelone oder eines Footballs. Diese Schoten sollten sich fĂŒr spanische und portugiesische Konquistadoren als “sĂŒĂŸes Gold” herausstellen. Aber das ist ein anderes, nicht so erfreuliches Thema. Auch die meisten Tiere können dieser Frucht in weichem, sĂŒĂŸem und fettigem Mus nicht widerstehen. Sofern sie denn an dies Leckeli drankommen. Wobei hier gesagt werden sollte, dass Mutter Natur natĂŒrlich schlauer war.

Die fĂŒr uns so wertvollen Samen/Bohnen der Frucht sind fĂŒr die einheimische Fauna uninteressant.

Sie werden nach dem delikaten Festmahl ausgeschieden und sÀen sich damit auch direkt wieder weiter im Umkreis aus. Genial, nicht wahr?

Auch die Ureinwohner Guatemalas und Venezuelas hatten wohl auch schnell dieses Geschenk der Götter und vor allem dessen GĂ€rfĂ€higkeit entdeckt. In Guatemala wurde ein mit KakaofrĂŒchten gefĂŒllter Einbaum entdeckt. In diesem vollzog sich eine durch natĂŒrliche Hefen angestoßene alkoholische Fermentation. Sie brachte, so wörtlich; einen köstlichen, Ă€ußerst milden, sĂŒĂŸlich-sauren Likör hervor, der zudem noch kĂŒhlend erfrischt.

Auch wenn wir heute den Alkohol beim Kakao nicht mehr brauchen, nutzen wir dennoch die mehrtĂ€gige Fermentation, um den Bohnen ihre vollen, höchst komplexen DĂŒfte und Geschmacksnuancen zu entlocken. Erst danach werden die Bohnen getrocknet und geröstet. Jetzt erst werden die ursprĂŒnglich fleischig umhĂŒllten Kerne entnommen und zu “Nibs” (Bruch-Kakao) gebrochen und zu dem uns bekannten Rohkakao und seinen Varianten weiterverarbeitet. Zum Beispiel durch Zugabe von Zucker wird daraus dunkle Schokolade. FĂŒgt man Milch hinzu, logischerweise Milchschokolade. Bei der Nutzung fettreicher Kakaobutter und Zucker entsteht weiße Schokolade.

Ab hier möchte ich nun etwas detaillierter auf den weltweit geschĂ€tzten venezolanischen Kakao eingehen. Der “Criollo” dem Kreolen, oder Einheimischen, wie ihn die Spanier nannten. Er ist botanisch einer der VorvĂ€ter des Kakao. Zusammen mit dem “Forastero”, dem Fremdling.

Der Criollo erhielt seinen Namen, als fast der ganze in Europa erhÀltliche Kakao aus Venezuela stammte.

Hier entwickelten sich auch danach die uns heute bekannten Unterarten der beiden.

Diese werden in reinerbige und neuzeitliche Sorten – aufgrund ihrer unterschiedlichen Morphologie -unterschieden. Die ursprĂŒnglichen, venezolanischen Criollos sind selten geworden. Doch nicht nur deswegen gelten sie als eine der besten Edelkakaos der Welt. Hier nun mal einige aus den Hauptanbaugebieten der tropischen WĂ€lder in KĂŒstennĂ€he sowie aus der Andenregionen.

“Sur del Lago”

Eine der Ă€ltesten Sorten am Maracaibo See im Bundesstaat Merida. Er wird von den Criollo- und Trinitario-BĂ€umen geerntet, schmeckt wĂŒrzig, leicht blumig und fruchtig. Butter, Mandel, rote Beeren in der Nase. Dazu leichte, angenehme SĂ€ure und wenig Adstringens im Geschmack.

“Chuao”

Aus dem ebenfalls kĂŒstennahen Bundesstaat Aragua. Dieses Gebiet kann man kurioserweise nur zu Fuß, oder mit dem Boot von “Puerto Columbia” aus erreichen. Bei ihm finden sich blumige, leicht nussige und bittere Noten. Auch erinnert er an ZitrusfrĂŒchte. Geschmacklich ist der Kakao bestimmend. Doch auch Heidelbeeren, Pflaumen und eine leichte SchĂ€rfe gesellen sich zu einer angenehmen SĂ€ure. Wohl einer der Besten Kakaos dieser Welt!

“Porcelana”

Dieser stammt aus den feuchten, tropischen Seiten des Maracaibo-Sees, und gehört zu den empfindlichen reinen “Criollos”. Mit eher kleinem Wuchs, kurzen und feinen Ästen ist er recht anfĂ€llig fĂŒr Krankheiten und Insektenfraß.

Renommierte Chocolatiers wie z.B. Oliver Coppeneur aus Bad Honnef, verwenden ihn in seiner Confiserie fĂŒr ihre außergewöhnlichen Kreationen. Er hat ein mildes, zartes, blumiges bisweilen fruchtiges Bukett. Vor allem aber schmeckt er vorrangig nach Kakao! Eine perfekte Balance zwischen SĂ€ure, leichter Adstringens und Bitternoten. Diese korrespondieren mit Erdbeeren, Sahne, Karamell und seiner buttrigen Textur. Ein echter Hochgenuss, der lange vorhĂ€lt.

Nun aber zum eigentlich Wichtigsten! Botucal Rum passt hervorragend zu dieser tropischen Delikatesse. Ich empfehle den Reserva Exclusiva als “Perfekt Serve” neat, also pur.

Zusammen mit einem Orangenfilet, welches vorher in einer der beschriebenen Kakao-Sorten gewendet wurde, ist das schwer zu toppen.

Zudem kann Mann/Frau unseren Botucal Planas Ron Blanco mit kleinen Nips-BruchstĂŒcken, ansetzen. Lasst den Kakao ein paar Tage ziehen und filtert ihn dann ab. So habt einen wunderbaren, nicht sĂŒĂŸen Kakao Rum. Diesen solltet ihr dann entweder auf einer meiner diesjĂ€hrigen Botucal Masterclasses oder bei einer meiner, hoffentlich zahlreichen, Gastschichten als Rumhattan-Variante probieren.

Hier schon einmal das Rezept fĂŒr euch Zuhause zum Nachmixen:

5-7 cl infusionierter Botucal Planas (Circa 150gr. Bruchkakao (Nibs) aus Venezuela auf 0,7l Planas.) Die Zieh-Zeit ist variabel. Ihr solltet nach 3-4 Tage abschmecken, um ihn nicht zu bitter werden zu lassen.

1 BL/Teelöffel La Quintinye Blanc (oder anderen halb-sĂŒĂŸen Wermut)

Alles zusammen mit doppelt gefrosteten EiswĂŒrfeln im RĂŒhrglas ca. 30 Sekunden kaltrĂŒhren und in eine vorgekĂŒhlte, kleine Cocktailschale abseihen. Als Dekoration legt ihr natĂŒrlich ein kleines, nicht zu kaltes, StĂŒck des verwendeten Kakaos oder Schokolade bei.

Das sorgt fĂŒr einen zart schmelzenden, lang anhaltenden Abgang.

Salut ihr Lieben. Bleibt neugierig und vor allem gesund. Auf bald – hoffentlich an den Tresen dieser Republik.

Euer Peet

 

Die KĂŒche der Philippinen

Philippinisches Adobo Gericht in einer Schale mit Löffel auf einem dekorierten Tisch mit Reis

Die Philippinen: Ein Land der GegensĂ€tze, Mythen und der verschiedensten Kulturen. Das Land im pazifischen Ozean, welches sich aus ĂŒber 7000 Inseln zusammensetzt, wurde durch die Jahrhunderte immer wieder von anderen Nationen bereist und nachhaltig geprĂ€gt. Diese EinflĂŒsse sind allgegenwertig und man sieht sie in der Architektur, Kultur, Sprache und vor allem in der philippinischen KĂŒche. Eine KĂŒche, die so vielfĂ€ltig ist, dass fast jede der vielen Inselgruppen ihren eigenen Stil vertritt. Genau diese spannende und vielfĂ€ltige Art des Kochens, möchte ich euch heute ein wenig nĂ€herbringen.

Alles begann ca. 300 nach Christus, durch die Erkundung chinesischer HĂ€ndler, die die Philippinen ĂŒber das sĂŒd-chinesische Meer erreichten.
Nachdem ĂŒber mehrere Jahrhunderte zuerst die KĂŒsten- und Hafenregionen erkundet wurden, war um 1400 n. Chr. auch das Inland fast vollstĂ€ndig erschlossen und die Chinesen wurden allmĂ€hlich selbst zu einem Teil der philippinischen Kultur.

Bis heute gehören sie zu einem großen Teil der Bevölkerung und nennen sich selbst „Chinoys“. Vor allem Nudelgerichte und Teigtaschen, wie die gedĂ€mpften und mit GemĂŒse und Fleisch gefĂŒllten Siomai, gehören zum chinesischen Beitrag zur philippinischen KĂŒche und wurden ĂŒber die Jahrhunderte kaum verĂ€ndert. Auch eine Art von gebackenen oder frittierten Eierkuchen, die Lumpia, werden bis heute in den zahlreichen StraßenkĂŒchen angeboten.

Mit der Erkundungsreise von Ferdinand Magellan um 1520 beginnt eine lange und prĂ€gende Periode der spanischen EinflĂŒsse auf die KĂŒche, welche ĂŒber 300 Jahre anhalten sollte. Die Spanier brachten Tomaten, Knoblauch und Olivenöl auf die Inseln und bis heute findet man diese Zutaten in vielen Gerichten. Auch der uns heut bekannte Name, Philippinen, wurde von den Spaniern ins Land gebracht und leitet sich vom damals herrschenden König Philip ab. Durch den wichtigen Anschluss an die pazifischen Regionen, wurden die Philippinen lange Zeit von Mexiko aus gefĂŒhrt und bis heute merkt man vor allem den spanisch-mexikanischen Einfluss auf die Gerichte.

GewĂŒrze wie Lorbeer oder die fĂ€rbenden Annatto-Samen sind sowohl in Mexiko, als auch auf den Philippinen tief verwurzelt. Typische Gerichte, die durch den spanisch-mexikanischen Einfluss geprĂ€gt wurden, sind unter anderem Adobo, ein geschmortes Schweine- oder HĂŒhnerfleisch in Essig und Sojasauce und Menudo, ein Lebereintopf, der auch in Mexiko gerne gegessen wird.

Das Adobo, in seiner sauer-wĂŒrzigen Marinade, gilt heute als VorlĂ€ufer des amerikanischen Pulled Porks. Die Parallelen zur amerikanischen KĂŒche, wie z.B beim Adabo, gehen aus dem spanisch-amerikanischen Krieg hervor, welcher um 1890 dazu fĂŒhrte, dass ein Großteil der Philippinen zu US-Territorium wurde.

Auch die Amerikaner hinterlassen bis heute ihre Spuren in den KĂŒchen der Inseln. Vielerorts findet man Junkfood Evergreens wie Hot Dogs, Burger oder BBQ, an den Geschmack der Philippinen angepasst. Nach dem 2. Weltkrieg wurden von Amerika aus vor allem Konserven ĂŒber den Ozean gebracht und Gerichte wie Fruchtcocktails aus der Dose oder konserviertes Rindfleisch,
stehen in jedem Haushalt. Oft werden diese Konserven mit frischen Zutaten wie KrĂ€utern oder GemĂŒse gemischt und so zu Gerichten verarbeitet.

An dieser bunten Mischung kann man erkennen, wie vielfĂ€ltig die Philippinen sind und wie ĂŒber die Jahrhunderte das anfĂ€nglich Fremde in die eigene Kultur aufgenommen wurde. Man sollte sich nicht wundern, wenn man bei einem Besuch einen Filipino mit mexikanischem Nachnamen trifft, der nach den ersten Wörtern Tagalog (dem heimischen Dialekt), auch ein Paar englische Wörter einstreut. Genau diese kulturelle Vielfalt macht die Philippinen zu einem magischen Ort.

Wen wundert es da, dass seit einigen Jahren – mit Don Papa Rum – ein ebenso magischer Rum auf den Philippinen hergestellt wird, der dieselben PrĂ€gungen in flĂŒssiger Form widerspiegelt. So wird der Don Papa 7 in amerikanischen Bourbon-FĂ€ssern gelagert, der Don Papa Sherry Cask in verschiedenen spanischen Sherry FĂ€ssern und bald wird es die Möglichkeit geben, den neuen Rye Cask zu probieren, der ebenfalls in amerikanischen FĂ€ssern (die zuvor Roggenwhisky enthielten) gelagert wird.

Übrigens
.. Don Papa eignet sich auch sehr gut zum Kochen toller Gerichte. Ob als Marinade fĂŒr Fleisch oder GemĂŒse, oder fĂŒr das gewisse Extra in einem Dessert, der unverwechselbare Geschmack gibt vielen Gerichten den nötigen Kick. Schaut hierzu doch gerne mal in unsere Grillgerichte und Rezepte.

FĂŒr den nĂ€chsten Trip auf die Philippinen, fasse ich euch noch die wichtigsten kulinarischen Regionen und deren Besonderheiten zusammen.

Das nördliche Luzon:
Bekannt ist diese Berg- und KĂŒstenregion fĂŒr ihre einfache, aber aromatische KĂŒche. GedĂ€mpftes GemĂŒse und der beliebte Milchfisch Bangus, werden oft mit einer fermentierten WĂŒrzpaste aus Fisch und Garnelen verfeinert.

Das zentrale Grasland von Luzon (rund um die Hauptstadt Manila):
In diesem Gebiet merken wir am stĂ€rksten die spanischen und chinesischen EinflĂŒsse. Hier wird deftig gekocht und es gibt viel geschmortes Fleisch. Auch die spanische Chorizo, eine wĂŒrzige Paprikawurst, ist allgegenwĂ€rtig.
Spanische Backwaren und Flans gehören seit jeher zur kulinarischen Landschaft und werden vor allem in Manila angeboten.

Tagalog:
SĂŒdlich von Manila wird in diesem gebiet sehr vielseitig und exotisch gekocht.
Oft werden saure Komponenten wie Tamarinde oder Guaven verwendet, um dem Fisch oder Fleisch einen sĂ€uerlichen Geschmack zu verleihen. Die SĂ€ure wird oft durch sĂŒĂŸe reife FrĂŒchte wie Bananen oder Melonen ausgeglichen und ein unverwechselbarer Geschmack entsteht.

Bicol:
Ebenfalls auf der Insel Luzon gelegen, erinnert die KĂŒche dieser Region stark an die ThailĂ€ndische. In Bicol wird viel mit Kokosmilch gearbeitet und vor allem scharfe Chilischoten und GemĂŒse kommen in einer Art Curry zum Einsatz.

Mit dieser kleinen EinfĂŒhrung in die Philippinische KĂŒche, hoffe ich, seid ihr fĂŒr euren nĂ€chsten Trip (sobald es wieder möglich ist 
Corona ist doof) bestens vorbereitet und könnt diesen köstlichen Schmelztiegel der Kulturen in vollem Umfang auskosten.

NatĂŒrlich darf zu gutem Essen auch ein guter Drink nicht fehlen, deshalb anbei noch eine Kleinigkeit zum Nachmixen fĂŒr euch:

Meltingpot Manila:
5cl Don Papa Sherry Cask
3cl frischer Limettensaft
2cl Passionsfrucht Sirup
0,5 cl Absinth
10 BlÀtter Thaibasilikum
10cl Ginger Beer

Zubereitung:
Alle Zutaten, bis auf das Gingerbeer, mit viel Eis in einen Shaker geben und krĂ€ftig 6-10 Sekunden lang shaken. Den Drink in ein mit Eis gefĂŒlltes Longdrinkglas doppelt absieben (um keine BasilikumstĂŒcke im Drink zu haben) und mit Gingerbeer auffĂŒllen. Kurz umrĂŒhren und mit Thaibasilikum und Limette garnieren.

Viel Spaß beim Lesen, Kochen, Nachmixen und vor allem bald wieder beim Reisen!

Bleibt gesund,

Euer Marius – Don Papa Brand Ambassador Deutschland

Cream Liqueur – Sahnelikör

Zwei Nosing GlÀser mit SahnelikÀr auf einem Tablett mit herbstlicher Dekoration

Der Begriff Likör findet seinen Ursprung im lateinischen „liquor“ zu Deutsch „FlĂŒssigkeit“. Er besteht zum grĂ¶ĂŸten Teil aus Sahne, Spirituose und Zucker mit einem Alkoholgehalt von mind. 15% Vol. Die Kombinationen aus Flavour und Spirituose wie Whisky, Rum, Vodka etc. sind grenzenlos. Auch auf fast jeder Cocktail/Koch-Seite im Internet findet man Rezepte zum Selbermachen.

Doch aus industrieller Sicht ist die Arbeit mit der Sahne kein leichtes Unterfangen. Die Hygienevorschriften und Auflagen bei der Arbeit mit Molkereierzeugnissen sind natĂŒrlich immens. Aus diesem Grund verwenden einige kleine Hersteller eine „Sahnelikör-Basis“, die zum grĂ¶ĂŸten Teil in Holland produziert wird. Sahnelikör war lange das TrendgetrĂ€nk Ă€lterer Ladys und der Beste Freund beim Bridge- oder Bingo-Nachmittag. Die sahnige Konsistenz mit dem sĂŒĂŸen Geschmacksteppich ist das flĂŒssige Dessert, ein lieblicher Aperitif oder der Schuss im Kaffee an Regentagen.

Die Beliebtheit der liquiden SĂŒĂŸigkeit hat sich aber schon vor einer Weile die Mottenkugeln aus der Strickjacke geschĂŒttelt. Die Designs und Produktnamen sind moderner und fresher geworden und sprechen die jĂŒngeren Generationen an. Trinken kann man den Sahnelikör in allen möglichen Varianten: warm, kalt, allein, zu zweit -eben wie man es gerne mag. Die Deutschen sind mit einem durchschnittlichem Konsum von 1,7 Liter Likör pro Kopf/Jahr eher auf der sĂŒĂŸen Seite des Mondes. Der jĂ€hrliche Likörkonsum teilt sich in Deutschland wie folgt auf:

  • 45% Bitterlikör
  • 17% Eierlikör
  • 12% Sahnelikör
  • 26% andere Liköre

 

Dass Sahnelikör viel Zucker enthĂ€lt ist kein Geheimnis (mind. 100g/L). Ein Blick auf die Flasche verrĂ€t meistens nicht die genaue Menge, aber man kann im Schnitt von ca. 20g / 100ml bei den gĂ€ngigen Marken ausgehen. Was auf manchen Sahneliköretiketten noch auftaucht, ist ein MHD (Mindesthaltbarkeits-Datum). Normalerweise gibt es bei GetrĂ€nken mit einem Alkoholgehalt von mindestens 10 % vol. keine MHD Richtlinien. Hier geht es eher um die Geschmacksgarantie, die der Hersteller im Verzehr-Zeitraum garantiert. In manchen Produkten sorgen neben Zucker und Alkohol auch diverse Zusatzstoffe fĂŒr lĂ€ngere Frische.

Wer auf besondere Frische steht, sollte die Kyrö Distillery Company im Auge behalten. Die startete kĂŒrzlich nĂ€mlich in Deutschland mit ihrer Kyrö Dairy Cream (Link zur Produktseite) durch. Doch was hat Finnland mit Sahnelikör am Hut? Wir mĂŒssen etwas zurĂŒck bis in das Jahr 1908. In Isokyrö (Finnland) hat der in Finnland sehr beliebte Oltermanni KĂ€se seine Geburtsstunde. Nach dem die KĂ€serei 2003 ihre Produktion in Isokyrö einstellte, stand das GebĂ€ude knappe 10 Jahre leer. 2014 ĂŒbernimmt die Kyrö Distillery Company die heiligen Hallen. Seit ein paar Monaten heißt es bei Kyrö  „back to the roots“ und die Milch fließt wieder durch die alten Adern. Milch und Sahne aus der Region werden mit Vanille, Lakritz und destilliertem Roggenwhisky zu einem reichhaltigen Sahnelikör vermĂ€hlt. Die  Kyrö Dairy Cream enthĂ€lt keine Laktose, Gluten oder kĂŒnstlichen Farb- oder Aromastoffe und lĂ€sst sich im ĂŒbrigen ungeöffnet auch außerhalb des KĂŒhlschrankes aufbewahren.

What? Laktosefrei? Ja! Um die Laktose zu entfernen, wird die Milch mit dem Enzym Laktase versetzt. Dieses spaltet den Milchzucker Laktose in seine beiden Ausgangszucker Glucose und Galaktose. Um die Laktase in der Milch auszuschalten, wird die Milch erhitzt. Aus der theoretischen Sicht also recht easy. Stellt sich immer noch die Frage: wie bleiben die Zutaten zusammen ohne sich zu trennen wie ein Ehepaar nach der Corona QuarantĂ€ne? 😉

In vielen Produkten finden wir Emulgatoren wie z.B. Lecithin. Dieser natĂŒrliche Stoff hat die Eigenschaft, Wasser und Fette zu einer stabilen Emulsion (Verbindung) zu verwandeln. Normalerweise stoßen sich wĂ€ssrige und fetthaltige Zutaten ab wie Donald Trump chinesische Diplomaten, aber unser Emulgator weiß dies zu verhindern.

Ich möchte einmal kurz die Produktion der Kyrö Dairy Cream in kurzen Schritten erlĂ€utern. Als erstes werden alle nicht-alkoholischen Komponenten vermischt: Sahne, Zucker, Wasser, Emulgator (StearinsĂ€ure), Milchprotein etc. Bevor es zur doppelten Homogenisierung geht, wird der alkoholische Teil hinzugefĂŒgt (Roggenalkohol, Roggenwhisky) sowie Kakaonibs und Vanille.

Zum Abschluss wird das Ganze zweifach homogenisiert (Homogen: aus der gleichen Beschaffenheit). Doch was passiert bei der Homogenisierung? Es gibt unterschiedliche Arten der Homogenisierung wie z.B. mit Ultraschall oder ĂŒber ein Pumpensystem – in unserem Fall verwenden wir ein Pumpensystem, was einen Druck von 150 Bar aufbaut und dann wieder auf „Normaldruck“ senkt. Durch den hohen Druck werden die Fetttröpfchen extrem zerkleinert und verteilen sich gleichmĂ€ĂŸig in der FlĂŒssigkeit, ohne sich wieder zu finden und zu verbinden. Der Geschmack von frischer Milch kommt von der Verwendung von ebenso frischer Sahne. Die Milch fĂŒr die Sahne wird von drei lokalen Bauernhöfen bezogen. Üblicherweise wird der Sahnegeschmack mit einer Kombination aus Milch und Fett erzeugt. Die Dairy Cream genießt man am besten 50/50 mit Cold Brew Coffee auf Eis. Probiert es mal aus!

Cheers und bis bald,

euer Max Sabato